AZ München

"Die Suche dieser Frauen nach einer Identität im Schatten ihrer Politikermänner und unterschiedlicher Ideologien wird auch zu einer Suche nach den Wurzeln des neuen, vereinigten Deutschlands. [...] Und so forschen Autor Becker und Regisseur Christian von Treskow bei dieser Uraufführung nach einem Bild eines Deutschlands zwischen Öffentlichkeit und Privatleben. [...] Statt die beiden Frauen äußerlich nachzumachen, hat man sie innerlich aufgespalten – damit die Figuren nicht nur gegeneinander, sondern auch gegen sich selbst ringen. So fallen Beckers neuzeitliche Königinnen immer wieder aus ihren festen Haltungen und geraten in wortwütigen und handgreiflichen Streit. Es geht dem Autor um die Suche nach inneren Haltungen und deren gesellschaftliche Gründe. Beim Kampf des Modells Hannelore gegen das Modell Margot gewinnt vor allem die kabarettistische Pointe. Ein unterhaltsamer Versuch deutscher Heimatforschung.";;;"0

Hartmut Krug