Abendzeitung Nürnberg

"[...] Lauter graue Mäuse sind da unterwegs, wie aus einer spät entdeckten Beuys-Kollektion eingekleidet und mit apathisch erstarrtem Gesichtsausdruck. Untote, die es bloß noch nicht wissen. Indem die Inszenierung den dünnen roten Faden der Handlung aus dem genialisch fuchtelnden, einer Art Lyrik-Weitwurf verbundenen Text popelt, enthüllt sie die Schwäche der Vorlage – und steht mannhaft zur eigenen Verwirrung im Umgang mit Plot und Poesie. Das gleichbleibend gleißende Neonlicht sorgt dafür, daß die Kunst zumindest unter die Bindehaut geht, wenn sie sich wie ein Hörspiel bei der Sehnsucht nach Tanztheater entwickelt. [...]";;;"0

Dieter Stoll