Badische Zeitung 
" [...] Kai Hensels Monolog hat etwas, was den Zuschauer auf mehreren Ebenen angreift. Natürlich brauchen wir Fluchten, damit unsere klebrige Schicht Wohlstandsglück nicht abblättert. Drogen geben Kraft, das Leben zu ertragen – und machen es erst recht unerträglich. Sie sind infantile Überzuckerung, die den Panzer, unter dem nichts mehr gespürt wird, verdickt – doch niemand kann verhehlen, dass zuviel Klarsicht ebenso depressiv macht. – Das Einzige, was man der Inszenierung vorwerfen könnte, ist, viel moralischer zu sein, als sie vorgaukelt – sich wirklich dem lasziven Reiz der Drogenerfahrung hinzugeben, hat sich Regisseur Christian von Treskow dann doch nicht getraut. Trotzdem, ein subtil ergreifendes und sehr unterhaltsames Stück. Zum Schluß segeln schwarze Rosenblätter auf die mitleiderregende Hanna, die vielleicht Selbstmord begangen hat, um ihre psychedelischen Paradiese zu retten.";;;"0

Dorothea Marcus