Badische Zeitung
"[...] Der Rockstar, der sich 1994 den Kopf wegschoss, ein Held für die Schreibenden? In Zellers Stück tritt auch ein Autor auf, der den Stoff bearbeitet: Der drogensüchtige Kurt über der Kloschüssel, Kurt, noch vor der Karriere, als Putzmann, Kurt, wie er die Sängerin Courtney trifft und sich verliebt. Versatzstücke aus dem Leben Cobains. Autorin Zeller lässt sie vom Autor Müller-Schön wiederkäuen. Weiter tritt ein Lehrer auf, der seinem Schüler Auszüge aus Cobains Tagebüchern nahebringt. [...] Eine Nachwuchsband erscheint, die sich überlegt, wie sie – frei nach Cobains Band Nirvana – ihre Underground-Coolness im Umgang mit der Presse rüberbringen kann: "Interviews sind okay, solange man nur Scheiße redet." [...] Alles nur Fledderei, diese Verarbeitung des Cobain’schen Lebens? Vielleicht wollten Zeller und von Treskow aber auch genau das zeigen. Am Schluß steckt sich der Star ihres Stückes, der abgewandelt Brisbaine heißt, das Gewehr in den Mund. Doch dann kommt Autor Müller-Schön, nimmt ihm die Waffe weg und erschießt sich hinter den Kulissen. Viel Beifall bei der Premiere.";;;"0

Thomas Steiner