Bayerische Staatszeitung
"Als Schauspiel kaum zu retten, inszeniert der Berliner Regisseur Christian von Treskow "Erlangen" als Polit-Oratorium, zu dem Alexander Kukelka, der auch das achtköpfige Kammerorchester des "ensembleKONTRASTE" dirigiert, eine brechtische Musik geschrieben hat, die ausführlich Kurt Weill zitiert, Anleihen bei Hanns Eisler macht und sich auch bei zeitgenössischen Burschenschaftsliedern, Blut- und Boden- und Heimat- und Fahnengesängen bedient. Das unüberhörbar hohle Pathos des Textes wird von den singenden oder extrem skandierenden Schauspielern, die gesanglich immer wieder abrutschen oder absichtlich den Ton nicht treffen, bis ins Komische gebrochen – oder zur Revue parodiert. "Erlangen" als historische Polit-Farce mit Musik – und wohl vor allem als glänzendes Theatersingspiel: ein umjubelter Erfolg im Markgrafentheater Erlangen.";;;"0

Friedrich J. Bröder