Bergische Morgenpost
 "[...] Der junge Thomas Birnstiel spielt in Wuppertal den Peer Gynt. Eine Herkules-Rolle, denn Regisseur Christian von Treskow entschied sich, den jungen, den mittelalten und alten Peer Gynt nur von einem Schauspieler spielen zu lassen. Birnstiel ist stark, wenn er trotzig und störrisch den Phantasieflug antritt. [...] In den Gipfellagen der Einbildungskraft kennt sich Birnstiels Gynt aus, von der inneren Zerrissenheit des alternden Peer erzählt sein Spiel nur wenig. [...] Zu Beginn des zweiten Teils der dreieinhalbstündigen Aufführung streift die Inszenierung die Gegenwart der globalisierten Welt. Peer im feinen weißen Anzug zeigt sich lässig als ein skrupelloser Geschäftsmann. Ohne Anflug von Scham erzählt er von seinen verdorbenen Geschäftspraktiken. Danach gleitet der Abend zu sehr ab in das Fahrwasser der Beliebigkeit.[...] Kräftiger Applaus für Schauspieler und Regie bei der Premiere, die die Jubiläumssaison zum 40-jährigen Bestehen des Wuppertaler Schauspielhauses eröffnete."

Christian Peiseler