Bonner General-Anzeiger
 
"[...] Christian von Treskow setzt das Schneidemesser [...] rabiat und sehr gekonnt an: All das, was bei den Franzosen als geschwätzige Marivaudage sprichwörtlich geworden ist, verschwindet zugunsten des gestischen Ausdrucks. Was das körperlich präzis agierende Ensemble im orangeroten Bühnengeviert der Schlosserei mit hinreißender Leichtigkeit zeigt, grenzt ans Tanztheater und braucht wenig Sprache. Zu Recht – man hat sich immer schon gefragt, warum diesen Naturkindern der elaborierte Salonjargon trotz aller Gesellschaftsferne so direkt von der Zunge geht. [...] Die Mädchen wollen die Schönste sein, die Jungs der Stärkste. Dann knallt noch mal ein Scheinwerfer vom Bühnenhimmel: alle schwitzende Aufregung war gespielt. Das Experiment geht also unentschieden aus, fürs Theater jedoch mit Gewinn.";;;"0

Elisabeth Einecke-Klövekorn