Bremer Anzeiger
"Der Autor selbst war damals wenig erpicht von dem Film mit Paul Newman und Elizabeth Taylor. Zu sehr wurden seiner Meinung nach wichtige Handlungsstränge – wie etwa die homosexuellen Neigungen des Brick – vernachlässigt beziehungsweise komplett ausgeblendet. Hätte sich Herr Williams die Inszenierung im Neuen Schauspielhaus angesehen, er hätte seine wahre Freude daran gehabt. [...] So langsam und teilweise (zu) leise das Stück auch beginnt, umso mehr steigert es sich im Verlaufe der ersten 90 Minuten. Mal schrill und laut, wenn etwa die fünfköpfige Kinderschar in den Raum einfällt, und im nächsten Moment wieder angenehm leise, wenn man das Vater-Sohn-Gespräch belauschen darf. [...] Eine tolle Inszenierung, deren einziger Schwachpunkt das zu lange Ende ist. Denn es hätte gereicht, Vater und Sohn gemeinsam von der Bühne gehen zu lassen, ohne unbedingt erklären zu müssen, dass hinter den Kulissen bereits die Grabenkämpfe um das Erbe begonnen haben."

Martin Märtens