Die Zeit

"[...] Zwischen Brüllaffenrhetorik und Blutgrätschenballett, Rasenräsonnement und Spieltrieb stellt Becker die Frage nach der Wiederherstellung des Individuums im Kollektiv. Denn Fußball macht nicht nur müde Männer (und Frauen!) munter, er schlenzt dem Dasein auch noch eine Portion Sinn zu. Deutschland kickt: Der Ich-Jammer wird dann schnell zum Wir-Jubel, Verlierertypen fühlen sich als Sieger. Wie Fußball zu nationaler Eintracht verhilft oder zur Zwiesprache mit Gott zwingt, versucht Wir im Finale in der Regie von Christian von Treskow vorzudribbeln. [...]"

Oliver Seifert