Donaukurier
" [...] Aus der episch breitgewalzten Geschichte wird ein mitunter allzu verknappter assotiativer Bilderbogen mit exemplarischem Carakter [...]. Kukelkas nahezu durchkomponierte Partitur tut ein übriges, um dem Abend den Carakter eines Brecht/Weill-Revivals zu geben : eindrucksvolle Chor-Arrangements, revueartige Nummern, "klassische" Schauspieler-Chansons, schmelzend lyrische Passagen oder die Integration deutsch-nationalen Marschliedguts machen die musikalische Bandbreite "Erlangens" aus [...]. Doch erst die hochkarätige (genaue, nuancierte, spannende) Inszenierung des Erlanger Hausregisseurs (sic!)* formt aus diesem Material Bühnenvorgänge von zwingender Ästhetik. Von Treskows unbedingter Stilwille führt ihn, was die Schauspieler angeht, diesmal weg von allen Manierismen zu einem sehr klaren, demonstrativen Realismus mit gewohnt präzisen und effektvollen Arrangements und sparsamen Requisiteneinsatz. [...]";;;"0

Katharina Tank

*Christian von Treskow ist nicht Hausregisseur am Theater Erlangen (Anm.d.Red)