Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Pommerenings munteres literarisches Kunstturnen betont [...] die Entschlossenheit, nicht einfach von der Tagesaktualität zu zehren, sondern eine theatralische Verbindlichkeit jenseits des Dokumentarspiels zu riskieren. [...] (Wie der Autor) setzt Christian von Treskow als Regisseur der Uraufführung von "Johnnys Jihad" auf dezidierte Künstlichkeit, allerdings mit weniger Schmerz und mehr Mitteln: vom hochtönenden Versdrama zum kühl zelebrierten Verbalballett. [...] In dieser Allegorie der Vergeblichkeit zwischen Himmel und Erde macht Christian von Treskows eisklare Inszenierung "Johnnys Jihad" zu einem Stück über die Grenzen der Normen und Nationen hinaus: In der Nacht ist der Mensch nicht gern allein."

Irene Bazinger