FIFTYFIFTY Straßenmagazin
"Christian von Treskow brachte den Roman als episches Theater auf die Bühne, die handelnden Personen reden oft von sich selbst in der dritten Person, erzählen von den streng geregelten Abläufen in Sphericon. Nach der Pause verwandelt sich die Szene in eine Zirkus, so überhöht führt die Aufführung vor, wie sich die Trainees um eine Stelle in Sphericon bewerben. Das ist etwas gewagt, auch leicht verwirrend, zeigt aber eindringlich und poetisch die Verlorenheit des Einzelnen, der sich dem Dressurakt verweigert – oder sich ihm doch unterwirft. – Heftige Diskussionen im Foyer bewiesen schon bei der Premiere, wie sehr das Thema berührt. Arbeitslose zucken zusammen unter Sätzen wie "Wer arbeitslos ist, hat falsch gelebt". [...] – Wenn Theater eine Bresche ins neoliberale Denken schlägt, was will man da mehr?"

Eva Pfister