Fischelner Woche
"Einen "unbeschwerten Theaterabend" wünscht ein Lautsprecher ins Publikum. Der Wunsch verfängt kaum. Unbeschwerend geht das folgende kaum am Premierenpublikum vorüber! [...] Im Zuschauerraum herrscht Stille. Ganz selten ein Lacher über eine der zynischen Pointen auf ein von Phrasen beherrschtes Wirtschaftsleben, das den Menschen überflüssig macht. Ganz selten ein Applaus-Ansatz. Bis zum Schluss. Als fdas letzte Bild verlöscht, tost Beifall. Über neun Minuten lang Ovationen! Sie gehören freilich auch der lebhaften Inszenierung eines sezierenden Romans, mit der sich Christian von Treskow dem Krefelder Publikum vorstellt. Ein so scheinbar leichtes Servieren der beklemmenden Kost [...] erfordert ein hochqualifiziertes Ensemble. [...] Alles in allem: Ein ungewöhnliches, doch empfehlenswertes Schauspiel, das, wenn nicht gar beklommen, so doch nachdenklich stimmt." 

Egon W. Fleischmann