Fränkischer Tag
"Kräftig zurechtgestutzt und geknetet hat der Regisseur diesen drei-Stunden-Hamlet. [...] - überhaupt eine glänzende Ensembleleistung der reduzierten Truppe. Nach der Pause hängen alt-68er Porträts an der Wand. Die Last der Generationen, ihr Anspruch, zu wissen, was sie besser machen, als die vorangegangene oder die folgende. Alles vergebens. Am Schluss sitzen sie auf den Stufen der gigantischen Treppe, gemeuchelt, vergiftet, ertrunken, erdolcht, werden selbst zu Beobachtern, die die Beine baumeln lassen. – Sein oder Nichtsein? In dieser Inszenierung monologisiert nicht der Titelheld, das Schauspieleroktett rezitiert im Chor. Das Problem plagt alle in einer Zeit, die aus den Fugen ist. Heftiger Beifall."

Winfried Schreyer