Nürnberger Zeitung
 "In der Operette "Im weißen Rössl" steht bekanntlich das Glück vor der Hoteltür. Aber auch die Erlanger Opernpremiere des "Onyx Hotel" hält so manche Überraschung parat, die nicht nur den Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband verblüffen dürfte: Drei Hotelzimmer, parallel und ohne Wände nebeneinander drapiert, bilden in schicker Funktionseinheit aus Bett, Naßzelle und Hotelzimmertür den Schauplatz eines schrägen Singspiels. – Mit skurrilem, schwarz eingefärbtem Humor wird an das Genre der Boulevard-Komödie angeknüpft und geschickt mit deren Gesetzen jongliert. [...] Komponist Alexander Kukelka leitet das mit Esprit aufspielende "Ensemble Kontraste" persönlich: in ungewöhnlicher Kammerbesetzung lassen diese zwischen Vorabendkrimi, Philip-Glass-Revival und Walzerschwung eine niveauvolle, das Wort unterstützende Klangsprache entstehen. [...] "Onyx Hotel", von Christian von Treskow flott inszeniert, ist in Stil, Inhalt und Ästhetik eine leicht verdauliche Einladung ins moderne Musiktheater. Ein "Weißes Rössl" für die Pulp-Fiction-Generation, das zu Recht mit langem, freundlichen Premierenbeifall honoriert wird."

Peter Löw