Ostthüringer Zeitung

"[...] Wie Christian von Treskow dem sperrigen Stück in Jena theatralischen Glanz verleiht, ist in vielen Passagen, trotz einiger Längen und vertimten Schluß, sehenswert. Erst recht, wie hintersinnig Sandra Linde und Dorien Thomsen bei der Ausstattung zu Werke gehen. Die Geschichte spielt... Schach. [...] Und da die Prämissen so klar gesetzt sind, kann sich die Inszenierung gar nicht in klamaukiger Comedy verzetteln. Sie bietet dafür, ganz auf dem Niveau ihrer Protagonistinnen, einen strengen Willen zu Disziplin und Stil. Was wieder jenen Punkten, an den sie aus der Rolle fallen, den richtigen Drive verleiht. [...] Daß es der Inszenierung gelingt, platte Zuweisungen zu vermeiden, ist der Neugier geschuldet, mit der sich das junge Team seiner Großmüttergeneration zuwendet. Es gilt das Prinzip "im Zweifel für die Angeklagte". Wenn am Ende, begleitet vom Applaus des Publikums die konturen der beiden Modelle verwischen, wächst zusammen, was wohl auch zusammen gehört: Margot & Hannelore.";;;"0

Angelika Bohn