Abendzeitung Nürnberg
"[...] Christian von Treskows Inszenierung besteht zwar darauf, ein Spiel zu sein, erreicht aber gerade dadurch ein ideales Gemisch aus Tragödie und Komödiantik, aus dem der Klassiker jungbrunnen-durchnässt ganz seriös aufsteigen kann. [...] Treskow lenkt das Ensemble, indem er die Rollenwechsel ohne Verlegenheit zeigt, zielsicher durch alle Theaterstürme, und wenn dabei die Schauspieler quasi sich selbst etwas vorführen, ist das ein besonderer Coup. [...] Wenn sie gestorben sind, dann leben sie noch heute – sie dürfen nach der Gift-Runde alle aufstehen und dem Rest der Vorstellung beiwohnen. Wer wollte auch den rasanten Showdown verpassen, der die Spannung mit Fecht-Artistik auf die Spitze treibt und von dort mit synchronem Bein-Geschlenker lächelnd zurück ins Spiel stürzen lässt. Alles Theater? Klar, aber was für eins! Einen vergleichbar guten Klassiker gibt es im fränkischen Großraum derzeit nicht. Also nicht wie hin!"

Dieter Stoll