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"[...] Mit der Einladung von Treskows hoffte Claus Peymann wieder einmal einen echten Coup zu landen. Der Ex-Kompagnon des Theater-Jungstars Thomas Ostermeier sollte mit seiner Inszenierung einen Hauch der derzeit so bejubelten Post-DDR-Ästhetik nach Wien bringen, die der "Baracke" des Deutschen Theaters in den letzten Jahren zu Kultbühnenstatus verholfen hatte. [...] Die groteske Holter-Polter-Ästhetik mit ihrer derben Körperlichkeit, der comic-artige Bewegungsfuror der Schauspieler, die bei ihren Zweikämpfen haarscharf an den Köpfen der Zuschauer vorbeischrammen und damit unmittelbares Kellertheater-Feeling vermitteln. Das Kalkül ist aufgegangen. In jener Theater-Liga, in der von Treskow und Ensemble mit ihrer Vestibül-Produktion angetreten sind, also in der Off-Liga, spielen sie locker um ein Spitzenplatz mit.";;;"0

Wolfgang Reiter