Rheinische Post (Mönchengladbach)
"[...] Ein Roman oder ein Schauspiel? Regisseur Christian von Treskow und Dramaturgin Ulrike Barnusch ließen die vorhandenen zwei Bühnenbearbeitungen links liegen und brachten den Roman selbst auf die Bühne. In einer Form, die der zur Premiere angereiste Autor als "die radikalste Form epischen Theaters" lobte. Die Akteure sprechen von sich in der dritten Person, rezitieren Passagen im Erzählmodus, der nur durch Dialogfetzen unterbrochen wird. – So sehr dieser dramaturgische Kniff für unterhaltsame Momente sorgt [...], so rasch verbraucht sich die Methode. Daher muss die Regie ständig mit Spielideen die Anteilnahme stabilisieren. Etwas mit Chor-Rezitationen oder einem bizarren nächtlichen Verhör am langen Tisch. [...] – Die Akteure sagen ihre Texte gut artikuliert auf, starke spielerische Qualität entfalten sie indes erst im Zirkuszelt. Dafür gab es freundlichen Applaus."

Dirk Richerdt