Süddeutsche Zeitung

Der Autor Marc Pommerening, Jahrgang 1970, hat eine Form gewählt, die auf Stilisierungs- und Verfremdungsmethoden des klassischen Theaterkanons zwischen antiker Tragödie und Brecht zurückgreift und dadurch archaische Konfliktmuster freilegen will, [...] ein komplexer, höchst künstlicher Textkörper, der die globale Verwirrung des Denkens in ironisch-pathetische Sprechmusik übersetzt. Die Bühne (Jürgen Lier), eine Plattenwüste mit fünf laufstallartigen Gehegen unter versteinerten Weltzeituhren, und Christian von Treskows sparsame Regie scheinen vom islamischen Bilderverbot infiziert. [...] So wird die Odysee des begabten, sensiblen Jungen [...] zum Exempel überhöht, zu einer archetypischen Irrfahrt und Wahrheitssuche im gerade erst beginnenden "clash of civilisations".";;;"0

Kristina Maidt-Zinke