Süddeutsche Zeitung

"Wie Elfriede Jelinek in ihrem "Sportstück" mixt auch Becker die Textsorten und surft von Hegel über Habermas zu Herberger [...], verknüpft raffiniert unterschiedliche Metaphernfelder. [...] Textflächen ohne abgegrenzte Einzelakteure, wie Becker sie anbietet, können auf der Bühne ins Beliebige abgleiten. Regisseur Christian von Treskow allerdings sorgt insofern für ein kleines Wunder von Jena, als er mit seiner siebenköpfigen Hallenmannschaft eine ausgeklügelte Sprech- und Spielpartitur entwickelt hat. [...] Da liegen die Jenaer Endspieler aufgebahrt wie in der Anatomie, bevor sie zu befrackten Orchestermusikern werden und als Zinedine Zidanes der Sprache ihr Spiel der Spiele zelebrieren, als hätte sie das Kanzlerwort vom großen Ganzen mitten ins Herz getroffen. [...]"

Jürgen Berger