Stuttgarter Zeitung
"[...] Erst drei Wochen davor war das Vestibül des Burgtheaters von Jürgen Lier durch zwei sich kreuzende Holzstege in eine Jahrmarktsbude umfunktioniert worden: für Alfred Jarrys Sinnlos-Klassiker "König Ubu", der in Christians von Treskows mitreißender Inszenierung eine körperliche Unmittelbarkeit erhielt. Auch wenn vieles schon etwas verstaubt wirkt an diesem 1896 entstandenen Vorläufer des Artaud’schen Theaters der Grausamkeit, konnten Schauspieler wie Juergen Maurer als unappetitlicher Ubu und Josephin Platt als resolute Mutter Ubu die Machtgier wildgewordener Spießer vermitteln. [...]";;;"0

Reinhard Kager