Südkurier
"Der junge Mann im weißen Anzug und in den blauen Turnschuhen sitzt gerne auf seinem weißen Sofa. Dort grübelt er oder turnt auf ihm herum und schreit sich die Seele aus dem Leib, weil er mit allem nicht klar kommt: mit der Welt um ihn herum und auch mit der Welt in seinem Kopf. Und die ist so wirr wie der Kabelsalat auf dem Boden und so merkwürdig wie die sechs eingelassenen Badewannen auf der Rückwand. [...] "Einfach nur Erfolg" ist ein mäandernder Fließtext, ein Wechsel von Mono- und Dialogen, eine Endlosschleife von Wortschwallen, ein Spiel mit Versatzsprache, von Regisseur Christian von Treskow in eine geschlossene Form gebracht und zu (Beziehungs-) Geschichten destilliert, angereichert mit Off-Musik und verspielt-überdrehten choreographischen Einschüben. Das alles mit viel Spielwitz. [...] Die Autorin und Medienkünstlerin Felicia Zeller ahnt und entwickelt durchaus kritisch, dass "Authentizität" nur ein Marketinginstrument ist und gleichzeitig benutzt sie Cobain für sich, um ihrem kleinen Stück einen großen Namen zu hinterlegen. Pop und Rock als Parfum und Lockstoff schnell verflogen."

 Siegbert Kopp