Theater heute

"Aus der Traum. Am Ende der Spielzeit und am Ende eines höchst erfolgreichen fünfjährigen Engagements haben sich (und dem Publikum) Leitung, Regisseure, Schauspieler und Gäste des Theaterhauses in Jena nochmal ein schönes Erwachen geschenkt. In ein paar Sommernächten haben sie Shakespeare gespielt, wie es ihnen grad einfiel und gefiel: bunt, traurig, schräg, poetisch, albern, kopfentlastend und vor allem – herzerwärmend schön! Unter (manchmal wolkenverziertem) Sternenhimmel schickten und jagten gleich drei Regisseure verwirrte Liebende, politisch unkorrekte Handwerker und in Massenaufmärsche vernarrte Götter durch eine Phantasiewelt, die hier gar nicht viel mehr sein mußte als eine karge grasgrüne Hügellandschaft: Alles, was sich in diesem "Sommernachtstraum" jenseits der trägen Vorstellungskraft und gemeinhin hinter dichtem Laubwerk abspielt, wurde in Jena nur so in die Abendluft gehaucht, wie aus dem Nichts her- und wieder weggezaubert. [...]"

Bernd Noack