Thüringische Landeszeitung

"Trotz pantomimischer und Tanzeinlagen ergibt sich die dramatische Spannung aus der inneren Reibung der Figuren. Deutsche Biographien werden lebendig, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. [...] Wer ist Sieger und wer Verlierer seiner selbst? Jenseits aller Schwarz-Weiß-Malerei delegiert Becker die Beantwortung dieser Frage an das Publikum. Regisseur von Treskow läßt die Puppen tanzen, spitzt zu, ohne die Figuren zu denunzieren. Manchmal verliert sich die Inszenierung aber auch in Harmlosigkeiten, manchmal versinkt sie in Klamauk. Hannelore ist als Theaternummer zu schwach auf der Brust. Die Verwerfungen der machtgeilen Margot bleiben zu diffus. Daß der Balanceakt zwischen Dokudrama und Groteske dennoch gelingt, ist vor allem den überzeugenden Leistungen der Darsteller zu verdanken. [...]";;;"0

Frank Quilitzsch