Westdeutsche Zeitung (Mönchengladbach)
 "Wie Arbeitslose in der Bundesagentur für Arbeit in sich zusammenfallen, ausdorren, bis sie zerrieben werden – als Staub –, das zeigt das Stück Schule der Arbeitslosen [...] . Es eröffnet mutig eine Dimension der Unmenschlichkeit auf einem zeitgemäßen Gebiet: Arbeit haben oder nicht. – Das www steht (bei Zelter) für "world wide war". Und der endet bei ihm in nicht allzu ferner Zukunft in der erneuten Perversion aller menschlichen Werte. Eine bedrückende Utopie, die (der Autor) satirisch aufs Korn nimmt. [...] Zelter vermeidet dabei den moralischen Zeigefinger. Jeder muss selbst nach Auswegen suchen. [...] Die Figuren sprechen über sich und treten nur selten in Dialoge ein. [...] Die radikal epische Form erlaubt eine ständige bewusste Auseinandersetzung damit, ob sie klug handeln und reagieren, und welche Alternativen sie vielleicht gehabt hätten. Der zweite Teil im Zirkuszelt des Bewerbungsrummels steigert die Groteske ins Absurde. [...] "

Susanne Böhling