Westdeutsche Zeitung
"Thomas Gottschalk hätte seine Freude: "Peer Gynt" wäre ein heißer Kandidat für seine Show: Wetten, dass die Wuppertaler Bühnen zwei Holzkonstruktionen so geschickt verstellen können, daß keine Szene wie die nächste ist? Wer skeptisch ist, kann im Schauspielhaus zum Optimisten werden. [...] Wer sich nicht mit sich selbst auseinandersetzt, wird der eigenen Identität auch nicht näher kommen, wenn er rastlos durch die Lande zieht. Da ist es nur konsequent, daß Regisseur Christian von Treskow die Bühne vor allem mit Leere füllt. Anfangs wirkt sie so kühl wie der Egoismus von Gynt, der am Ende auf allen Vieren kriecht – Zeichen dafür, daß er auf dem Boden der Tatsachen ankommt. – Von Treskow entwirft Henrik Ibsens moralisierendes Märchen mit einer konsequenten Ästhetik, stimmungsvollen Lichteffekten und viel Gespür für die kleinen Dramen am Rande jeder Existenz. Bildgewaltig ist seine Inszenierung, frech und derb, aber auch immer wieder poetisch. [...] Nicht nur Thomas Gottschalk wäre begeistert. Wetten, dass?"

Martina Thöne