Westdeutsche Zeitung
"Christian von Treskow, zukünftiger Schauspielintendant des Wuppertaler Theaters, hat den Text postdramatisch geschickt inszeniert. [...] Die Regie hat die Ebenen verschränkt, man folgt diesem satirischen Diskurs mit Spannung, obwohl weit und breit kein Held aufscheint, mit dem man sich identifizieren könnte. [...] Zynischer Gipfelpunkt der Ausbildung in "Sphericon" ist die Aufforderung an die Trainees, sich doch ein attraktivere Biographie zurechtzulügen. Ob man diese dann überzeugend vorträgt, wird in scharfen Verhören überprüft. – In der zweiten Hälfte werden die Trainees zur Bewerbung um eine Trainerstelle in der Schule aufgefordert [...] . Die Ausbilder treten als Clowns auf, die Trainees als traurige Pierrots. Die unseligen TV-Selektionsshows, die der Ausweglosigkeit prekärer Verhältnisse mitleidlos Pointen entlocken, bekommen hier ihr Fett weg. Insgesamt eine gelungene Inszenierung, die auch junges Publikum interessieren kann und sollte."