Westfälische Rundschau
 "Peer Gynts Spielorte stellen das Theater vor Herausforderungen: Ibsens Held begibt sich in die Berge, und die Wälder, in die Wüste, aufs Meer. In Wuppertal hat Regisseur Christian von Treskow mit Bühnenbildner Jürgen Lier und Kostümbildnerin Kristina Böcher eine Gratwanderung geschafft. Die Inszenierung am Schauspielhaus verzichtet fast völlig auf Requisiten und Bühnenbild. Nur zwei verschiebbare Raum-Elemente strukturieren die Bühne. Sie werden von Szene zu Szenen neu arrangiert und deuten mal einen Schiffsrumpf an, mal einen Kreuzweg, mal einen Dorfplatz. – Trotz des Bühnen-Minimalismus schwelgt die Produktion in Licht, Farbe und Kostümen. An den Bildern des Abends konnte sich auf jeden Fall erfreuen, wer ansonsten nicht einverstanden war. [...] Der Junge, der nicht erwachsen wird, schlüpft auf seiner Weltreise in viele Rollen. Als Prophet, Studienreisender oder Kapitalist wirkt er wie ein Abziehbild. Außer der Oberfläche der Dinge interessiert diesen Peer Gynt nichts. Die Regie schließt sich dem leider an."

Katrin Pinetzki