Wuppertaler Rundschau
 "[...] Eine Bühne, auf der soviel passiert, hat man schon lange nicht mehr gesehen in Wuppertal: Rauf und runter geht's, nach links und rechts, Peer Gynts Solveig kommt sogar von oben – und wenn die ganze Konstruktion zum Schiff in Seenot mutiert, wähnt man sich sogar mitten im Kino, inklusive Dolby-Surround. Weil diese Bühne niemals leer und langweilig ist, hilft sie dabei, auch Längen des Mega-Stückes zu überbrücken. Immer, wenn man denkt, jetzt könnte aber mal wieder was passieren, passiert auch was – und zwar nicht zu knapp. [...] Dieses Stück badet in Bildern – echtes Welttheater ohne Minimalismus. Den gibt's zwar auch, aber immer nur dann, wenn Thomas Birnstiel seinen Peer Gynt aufs Wesentliche zurückgeworfen gibt: Auf das Nichts, das in seinem Kopf und in seinem Herzen ist. Ein Bogen von opulenter Gigantomanie bis hin zum ganz leeren Raum. Ein surrealer Versuch, das Leben eines der (erfolglos) auszog, um sich zu finden und die Welt zu erobern, anschaulich zu machen. [...]"

Stefan Seitz